Die Pfalz

Reben so weit das Auge reicht, ein ganzes grünes Meer liegt uns zu Füßen wenn man von einem der Hügel des Haardtgebirges in das Rheintal blickt. Und wirklich, mit
ca. 20 000 ha Rebfläche ist die Pfalz das zweitgrößte der deutschen Weinanbaugebiete.
Europaweit gesehen nimmt die Pfalz oder überhaupt der Deutsche Weinbau hingegen nur einen winzigen Anteil ein, gerade einmal ca. 2% der europäischen Weinbaufläche liegen in Deutschland.

Klein, aber fein - und das mit langer Tradition. Seit mehr als 2000 Jahren kultiviert man hier am westlichen Rand des Oberrheingrabens Weinreben.
Das Winzerdorf Maikammer mit seinem inzwischen zusammengewachsenen alten Ortsteil Alsterweiler liegt unterhalb der Kalmit. Dieser Maikammerer Hausberg ist mit seinen 673 m die höchste Erhebung des angrenzenden Pfälzerwaldes und schützt die Reben vor allzu kühlem Westwind.
Maikammer liegt fast am Mittelpunkt der „Deutschen Weinstrasse“, die sich von der französischen Grenze fast 80km entlang des Haardgebirges bis nach Grünstadt erstreckt.
Hier herrscht ein außerordentlich mildes, fast mediterranes Klima. So findet nicht nur die Weinrebe ideale Bedingungen, auch Feigen, Esskastanien und Mandeln gedeihen auf`s Beste. Welch eine Augenweide, wenn nach einem langen Winter schon im März tausende rosa Mandelblüten den Frühling ankündigen!

Viele Gäste schätzen die einzigartige Landschaft und nutzen sie, um hier Erholung zu finden und Urlaub zu machen. Neben Wein, Reben und Wald, laden die Städte Neustadt und Landau zur Erkundung ein und der weithin sichtbare romanische Dom in Speyer beeindruckt bei einem Besuch ganz besonders.
Nur eine Stunde Fußmarsch von uns entfernt liegt das „Hambacher Schloß“ das durch sein Fest für die Freiheit von 1832 bekannt ist. Dort wurden zum ersten mal die Farben
Schwarz-Rot-Gold als die deutsche Flagge getragen.

Der Pfälzer Menschenschlag gilt als gemütlich und offen, gern zu einem Plausch aufgelegt und nicht zu bescheiden. Ein böses Vorurteil beschwört den „Pfälzer Krischer“. Daß dem nicht so ist, beweist folgendes Gedicht:

So en Pälzer der is witzig,
kniffig, piffig, flink und hitzig, kreitzfidel und gradeaus!
Dorschdig, borschdig, unverdrosse,
voller Lewe, voller Bosse, kuraschiert bis dort enaus!“

Froh un munder mit der Gawwel, schtobbt `r  in sein Pälzer Schnawwl Läwwerknepp un Griewewärscht!
Baut sein Duwak, schlacht sei Schweinche, pätzt die Mädcher, bärscht sei Weinche, kummt sich vor als wie en Färscht!

Uze, duze, dischkeriere,
robbe, zobbe, dischbediere, duht er gern uf Schritt und Tritt.
Un nor ebbes duht `n  quäle, un nur ebbes duht `m fehle :
Kreische, nää, deß kann er net!
                        (Lina Sommer)